Franko-viel - Der Frankreich-Podcast

Transkript

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00:00:00:

00:00:25: Ein Sänger als Gesicht Frankreichs?

00:00:29: In Frankreich ist das keine Übertreibung.

00:00:31: Chansons haben das Land geprägt wie kaum eine andere Kunstform.

00:00:35: von Edith Pierre über Barbara bis Aya Nakamura erzählen sie von Frankreichsträumen, Konflikten und Veränderungen.

00:00:48: Willkommen zu Folge onehundertvier von Francophil über das französische Chanson.

00:00:54: Zu Gast ist heute der Journalist und Buchautor Christophe Sator, mein Name ist Andreas Noll.

00:01:28: Als

00:01:31: Charles

00:01:32: Asenavour,

00:01:35: aus

00:01:38: dem Jahr zwei Tausend achtzehn gestorben ist, ernte Frankreich den Chansonier mit armenischen Wurzeln.

00:02:01: Mit einer nationalen Trauerfeier im Innenhof des Invalidendoms in Paris.

00:02:07: Dort sagte Staatspräsident Emmanuel Macron, Asenavier sei eines der Gesichter Frankreichs geworden.

00:02:13: Seine Lieder seien Gedichte, die ins Herz gingen.

00:02:17: Wie sehr es zur politischen Kultur gehört, dass sich Staatspräsidenten in Frankreich auf Chansoniers beziehen, zeigte sich auch Anfang Mai bei einem Staatsbesuch in Eriwan als Macron selbst Labohème von Asnawursang begleitet vom armenischen Premierminister am Schlagzeug.

00:02:48: Chanconiers gelten nicht nur als Musiker sondern oft auch als Dichter, Chronisten und Stimmen der Nation.

00:02:55: Kunst und Chanson haben in Frankreich eine kulturelle Bedeutung, die in Deutschland wohl kein vergleichbares Pendant kennt.

00:03:03: Über dieses Kulturgut und über die Frage was Chansons über Frankreich erzählen können, spreche ich heute mit dem Journalisten und Frankreich-Känner Christoph Sator.

00:03:11: Er hat gerade das Buch Lavis en Rose veröffentlicht.

00:03:14: Frankreich in einhundert Chanson.

00:03:16: Hallo Herr Sator!

00:03:17: Ja vielen Dank für die Einladung.

00:03:19: Herr Sater Sie sind derzeit für die DPA Korrespondent in Rom, Italien.

00:03:24: Warum haben Sie dann ein Buch geschrieben, das Frankreich in «Einhundert Chansons» erklärt?

00:03:33: zwei Gründe.

00:03:34: Es gibt so eine allgemeine Geschichte und es gibt so meine persönliche dann noch, die Allgemeinheit ist wir hören ja ständig wie eng wir Deutsche und Franzosen zusammenarbeiten und wie eng Wir sind.

00:03:46: dieses ganze Gerede von der deutsch-französische Motor das deutsch französche Tandem was wir in der Politik rauf und runterhören wird zu Teilen unterfüttert.

00:03:57: Ich glaube, dass wir manchmal tatsächlich viel mitten an der Zutone haben.

00:04:01: Das französisches Kino zum Beispiel wird in Deutschland sehr beachtet.

00:04:05: Französische Literatur wird beachtet, französes Essen wird beachtet... Was noch ein bisschen unter der Latte liegt, das ist Französisch Musik!

00:04:15: Wir kennen da als Deutsches ein paar Klassiker.

00:04:19: aber so diese ganze Bandbreite die es in Frankreich halt gibt, die ist uns überhaupt nicht bekannt.

00:04:24: und wir kennen Lavian Rose, sie hatten es auch schon erwähnt.

00:04:28: Wir kennen Liffel Morte, wir kennen so den einen oder anderen Schlager aus den Achtzigern oder Neunzigern.

00:04:33: aber was der Moment Musik abgeht und was in den letzten Jahren Jahrzehnten an Musik zu hören war Davon haben wir oft überhaupt keine Ahnung.

00:04:41: Das ist aber nicht so was Spezifisch-Deutsches, sondern umgekehrt wird da genauso ein Schuh draus.

00:04:45: Also wenn man in Frankreich unterwegs ist und will mit den Leuten über deutsche Musik, Popmusik reden dann kommt Nenar und Neunneinzig Luftballons.

00:04:55: okay das kennen die meisten.

00:04:57: Aber mit so Sachen wie Herbert Grünenmaier zum Beispiel weiß in Frankaich kein Mensch kennt niemand.

00:05:04: Das ist jetzt ein Argument oder eine Geschichte, die Sie zu dem Buch erzählt haben.

00:05:08: Gibt es denn da auch eine persönliche Anekdote?

00:05:10: Warum sie das geschrieben haben?

00:05:12: Ja ja, das hängt natürlich sehr viel mit der eigenen Vergangenheit zusammen.

00:05:16: Ich habe in Frankreich studiert und ich habe dann ein paar Jahre als Auslandskrossmannin gearbeitet Und da wird man halt dann sofort mit französischer Musik konfrontiert.

00:05:25: Ich habe studiert in Exxon Provence unten, hab da in der WG gewohnt mit ein paar Franzosen zusammen und wir haben da also ein paar Platten gefunden die uns der Vermieter hinterlassen hatte und damit ging das eigentlich bei mir los mit der Liebe zur franzisischen Musik und dann haben wir da das eine oder andere mal Party gemacht, da wird dann am Anfang bis zum Gitarre gespielt, da sind die Franzosen auch ziemlich texticher wenn es um ihre Chance rausgeht und später haben wir einfach zu Musik getanzt, ob das dann Rita Mizuko war Das lässt dann nicht mehr los.

00:05:53: Also es ist jetzt nicht so, dass ich das ganze Leben jetzt nur an französischer Musik hänge.

00:05:57: Wer auch furchtbar hat gibt auch so richtig schreckliche französe Lieder.

00:06:01: aber das ist doch eine Sache die einen halt irgendwie nicht mehr losslässt und die dann einen immer wieder trifft egal ob's um Orlabsfahrten geht.

00:06:08: man fährt runter nach Südfrankreich macht das Autorrad ja an und da laufen halt diese Chansons einfach rauf und runter.

00:06:15: manchmal kriegt man auf irgendwelchen Partys mit, manchmal hört man in einer Boutique das französisches Lied.

00:06:21: Also, das kommt eigentlich immer wieder und ich finde halt die französe Musik ist ein bisschen origineller im Moment als englische Musik.

00:06:31: also so englischsprachige Musik vor allen Dingen wenn sie aus den USA kommen Das ist in der Zwischenzeit schon sehr durchoptimiert Und man merkt schon dass es sehr darum geht die Musik zu verkaufen und mit Algorithmen zum Teil gearbeitet diese Superproduktion, die dann auch gut gemacht sind.

00:06:52: Aber es fehlt halt so ein bisschen, finde ich an englischsprachiger Musik heutzutage, so die Seele und das haben die Franzosen irgendwie schon besser drauf.

00:07:00: also man muss es ja jetzt nicht romantisieren.

00:07:02: natürlich wollen sie auch Geld verdienen mit ihrer Musik aber es ist halt doch oft so'n bisschen origineller und unerwarteter.

00:07:11: Es ist einfach so einen Zugewinnen wenn man wenn man Musik hört wenn es dann französische Musik ist.

00:07:16: Jetzt hat mein zehnjähriges Sohn, ihr Buch bei uns auf dem Wohnzimmer-Tisch gesehen.

00:07:22: Schön!

00:07:23: Hat da mal reingeschaut und er hat sich vor allem gefragt als er den Titel gelesen hat nämlich eben hundert Chansons... Was ist das überhaupt ein Chanson?

00:07:32: Ist Chanson so etwas wie der deutsche Schlager?

00:07:34: Und da war ich erstmal platt und konnte darauf keine vernünftige Antwort geben.

00:07:38: was ist eigentlich ein Chanson?

00:07:40: Ach, da kann man eigentlich die ganz allgemeine Antwort geben.

00:07:43: Chanson ist ein Lied mit Text dazu.

00:07:46: Die Franzosen nehmen das dann nicht so ganz genau mit der Unterscheidung in was wir ja gerne machen – in U-Musik und den E-Music und den Schlager und in künstlerisch wertvolle Lieder.

00:07:57: Es geht quer bett eigentlich durch die ganze Richtung.

00:08:00: also man kann es ungefähr sagen eine Französische Chanson so wie ich es heute kennen beginnt zwar in dem Anfang der dreißiger Jahre und er zieht sich das eigentlich bis heute durch.

00:08:09: Es gibt halt diese Lieder, wie haben wir schon erwähnt.

00:08:12: La Vie en Rose ist ein ganz klassisches Chanson aber das geht dann heute bis in den Rap rein und es ist moderne Popmusik Und das sind Lieder, die halt sehr, sehr textlastig sind.

00:08:25: Aber es gibt auch Lieder wo der Text einfach nicht wichtig ist.

00:08:29: Also da ist die Bandbreite wirklich sehr groß und die Franzosen, die sind ja nicht so streng wie wir, dass sie sagen, hey, das ist ein Schlag, das hören wir uns nicht an.

00:08:38: Ich merke das bei mir selber ja auch.

00:08:39: also wenn französische Musik kommt und ich französe Lieder höre dann ist meine Kitschgrenze deutlich tiefer als in Deutschland.

00:08:48: Also ich glaube, da gibt's so'n paar Lieder von diesen franzönischen Chansons.

00:08:51: wenn ich die auf Deutsch hören würde, die würde ich glaube überhaupt nicht mehr anhören wollen.

00:08:54: Aber in Frankreich da ist man doch immer so ein bisschen knädiger dann dabei?

00:08:57: Ja es ist... Nicht nur Musikstil ist es eher auch so'n bisschen eine kulturelle Haltung.

00:09:03: Ich glaube, es ist auch eine kulturelle Haltung und das ist halt einfach was mit dem die Franzosen ständig konfrontiert sind.

00:09:10: Also man bekommt es überall mit.

00:09:12: also es gibt unzählig viele Radio Stationen, die Chanson spielen, Radio Nostalgie, Radio Cherie FM, Rup Deux RTL Deux Ganze Menge, wo man einfach halt das Radio anschaltet.

00:09:29: Es läuft Musik und das sind wirklich dann diese Lieder über die wir nachher sprechen werden.

00:09:34: aber es ist halt auch kulturgut.

00:09:36: also allein die Filme in Frankreich die mit Chanson zu tun haben Es gibt alle zehn Jahre, fünfzehn Jahre immer mal wieder so ein Film wo man einfach fünfzehnt Chansons zusammennimmt und dann die Geschichte drumherum bastelt.

00:09:51: Einer von diesen Filmen war auch in Deutschland recht erfolgreich das Leben ist ein Chanson.

00:10:03: Es gibt aber auch zum Beispiel Kinofilme, die auf einem Chanson gründen.

00:10:08: Premier Jour du Reste David ist so ein Chanson aus dem dann später ein KinofILM wurde.

00:10:14: Wir haben ganz viele Kinofileme Die halt einfach die Biographie von französischen Sängern sind.

00:10:21: Also es gibt einen tollen Film über Edith Werff Es gibt über Serge Gainsbourg einen sehr, sehr guten Film und von den größeren, von den bekannteren Chansons Yes als eine Wurz zum Beispiel auch.

00:10:32: Da wird das Leben eigentlich immer zu einem Film dann

00:10:34: gemacht.".

00:10:35: Kann man das sagen?

00:10:36: Wo endet die Chanson und wo beginnt Pop?

00:10:39: Schwierig, also die Unterscheidung ist es echt nicht einfach.

00:10:43: Die Franzosen haben sich ja, wenn man ehrlich ist im Anfang so mit Popmusik auch ziemlich schwer getan.

00:10:48: Es gibt einen Baumhof von John Lennon der sagt French Rock und French Pop is like English Wine Also Französischer Pop, Französische Rock ist wie Englischer Wein.

00:10:57: das sagt schon eine ganze Menge.

00:10:59: Sie hatten nicht so einen guten Ruf.

00:11:00: Das war in den sechzehren Jahren auch so dass man einfach französisch Lieder oder man hat englische Lieder genommen da hatten französischen Texte zugemacht Und fertig war war die Musik.

00:11:09: Also, die Franzosen hatten das eine ganze Zeit lang nicht so mit den Fremdsprachen und man hat aus Liedern wie The Lion's Leaps Tonight, da hat man einfach Lilion in Mont Suisse gemacht... Die Beatles-Generation und so wie wir die kennen, war in Frankreich.

00:11:33: Die Generation Yee Yee, also Yee yee mit Axon Tigue auf jedem E. Das ist einfach dann französisiert worden.

00:11:42: Da sieht man dann auch gleich was als die Unterschiede da machen, zwei kleine Akzente.

00:11:48: Ja, dann beginnen wir mit unserer kleinen musikalischen Reise und wir starten mit Edith Piaf' La vie en rose de chanson dass ihrem Buch

00:11:57: auch

00:11:57: den Namen gegeben hat.

00:12:25: Herr Sator ist Edith Piaf tatsächlich heute noch das Symbol für das französische Chanson?

00:12:32: Na ja, beim Titel vom Buch da gucken wir sich natürlich schon ein bisschen um was denn so eine Lied ist.

00:12:35: Das wirklich alle Leute kennen aus Frankreich und das ist eigentlich schon immer noch la vie en rose.

00:12:40: Es ist ewig heres es raus kamen, war zu millen vierzig.

00:12:43: Ist es zum ersten mal veröffentlicht worden?

00:12:46: Zweite Weltkrieg hat sich damals gerade dem Ende zugeneigt.

00:12:50: die deutschen Besatze des paris hatten paar monaten los geworden.

00:12:55: Da saß edi piaf damals mit einer Freundin auf den Champs Elysee Eine Freundin aus Marseille Frankreich auch ein Durchbruch, eine Musiker-Wähne-Sängerin, die in Frankreich auf einer Karriere gehofft hat.

00:13:06: Dann wollte er eigentlich ihr das Lied schreiben und es hat dann nicht so geklappt.

00:13:10: Die ist in Marseille hängengeblieben.

00:13:12: Marianne Michel war das damals.

00:13:14: Dann hat die Perfdeslied einfach für sich selbst übernommen.

00:13:18: Es ging dann auch noch mal eine ganze Zeit lang bis es dann wirklich internationalen Erfolg war.

00:13:22: Er ist damit in den USA aufgetreten.

00:13:25: Das war im ersten Mal der Metam Broadway unterwegs Und man kannte sie in Frankreich damals schon, aber es war natürlich überhaupt noch kein Weltstar.

00:13:35: In New York ist er dann angekündigt worden als Francis' Greatest Chanteuse.

00:13:39: Hat das Lied gesungen und deshalb hat er eigentlich sofort begeistert – und das war damals im Ausland a.H.

00:13:45: die eigentliche Geburtsstunde von diesen Litern.

00:13:48: Anfangs haben die Amerikaner das auch da mit Adaptionen in englische Sprache versucht.

00:13:53: Siehst du mal Your Too Dangerous Cherry oder Take Me To Your Hard Again?

00:13:58: Es gibt auch so ein paar Versionen in Deutsch, schau mich bitte nicht an.

00:14:02: Aber der Klassiker des Liedes und wirklich sehr bekannt ist halt einfach La Vie en Rose, Eddie Piaf von dem mittlerweile auch von ihr verschiedene Versionen gibt.

00:14:12: ich glaube so einen Dutzend insgesamt aber alles in allen gibt es von einem Lied haltausende Versionen.

00:14:17: uns ist eigentlich schon heute immer noch das bekannteste französische Chanson

00:14:23: verkörpert Eddie PIAF und dieses Lied la vie en rose ein Frankreich dass Heute gar nicht mehr gibt eigentlich.

00:14:30: Ich glaube schon, weil das einfach auch Ewigkeiten hier ist.

00:14:33: Also das Lied haben wir ja gesagt, dass von der Zeit fünfviertzig.

00:14:35: sie selbst ist ja auch nicht wirklich alt geworden.

00:14:37: Sie ist gestorben in der Zwischenzeit mehr als sechszig Jahre her und es wäre eigentlich schon schon schade wenn man jetzt irgendwie sagen müsste, dass man sich nicht weiterentwickelt in den letzten Sechzig Jahren.

00:14:51: Sie isst da immer noch die Referenzgröße?

00:14:53: Und in Frankreich kann jeder was mit dem Namen Edith Piaf anfangen, sie ist international auch immer noch sehr bekannt aber es hat sich doch glücklicherweise in den letzten sechzig Jahren ein bisschen mehr getan, erfahre ich noch was die Musik angeht.

00:15:37: Ebenfalls eine der ganz großen Klassiker der französischen Chanson-Geschichte.

00:15:43: Warum funktioniert dieser Pathos, diese Emotionen?

00:15:46: Warum funktioniert das so gut in den

00:15:49: Chansons?".

00:15:50: Ich glaube, es liegt an der Sprache.

00:15:51: Also die Französische Sprache ist da schon viel geeigneter um zu singen.

00:15:56: Das passt eigentlich zur Musik ganz gut und der Text ist unglaublich wichtig in vielen französischen Chansons.

00:16:04: also man ist ja dann schon sehr erstaunt wenn man drüben ist und mitbekommt wie textsicher die Leute bei diesen Bekannten die dann sind also nemikidebar.

00:16:13: ich will's nicht beschwören aber ich würde sagen die Hälfte der Franzosen kennt wirklich den Text von im Lied und die könnte es auch mit singen.

00:16:21: Und das ist auch so ein Lied, was eigentlich immer wieder gesungen wird.

00:16:24: Also es ist ja eigentlich so ein bisschen merkwürdiges Lied weil Jacques Prell ganz viele Frauen in seinen Liedern besungen hat.

00:16:31: also da gibt's Clara und Frieda und Isabelle und Madeleine und Mareike und Mathilde und Rosa.

00:16:38: und diese Frau die er jetzt hier besenkt in diesem Lied die hatte überhaupt keine Ahnung sie bleibt an der Nüme und es ist schon zum einen so ein sehr poetisches Lied Und es klingt so furchtbar romantisch.

00:16:52: Aber es ist eigentlich halt auch ein bisschen ein zynisches Lied.

00:16:57: Tränen hat er selber gesagt, das ist die Geschichte eines Idioten des Versagers.

00:17:02: Das hat nichts mit einer bestimmten Frau zu tun und er hatte auch gesagt, dass hat überhaupt nix mit ihm zu tun.

00:17:07: Er singt das zwei in ich Form.

00:17:08: Aber dieser Ich-Erzähler, der wollte er halt überhaupt nicht sein.

00:17:12: Weil das ist dann bei aller Poesie letztlich doch der Klagelgesang von einem Mann, den ich wahrhaben will, dass seine Zeit abgelaufen ist und er bittet halt und er binselt und erbiedert sich an und macht sich klein und machte sich kleiner prälen als er es geschrieben hatte.

00:17:29: Wir reden da über Ende der Fünfzigerjahre.

00:17:31: Der hat damals Edith Piaf auch vorgespielt und sie gefragt, was hier von dem Lied hält?

00:17:36: Und als die Piafteslied zum ersten Mal gehört hat, hat sie Brelle Dringend davon abgeraten es zu singen und hat gesagt, man dürfe niemals ein solches Lied singen, niemals!

00:17:46: Das Lied ist eigentlich tatsächlich auch für eine Frau gedacht gewesen.

00:17:49: Eine Sängerin Simon Longlois kam auch raus, hat aber keinen Großinteressiert.

00:17:53: Dann hat Brelle das Lied paar Monate später selber aufgenommen.

00:17:57: Und dann ging das, ging es halt wirklich los mit dem Erfolg und bis heute ein des seiner alle bekanntesten Lieder.

00:18:04: Brell war Belgier wurde aber dann ganz schnell Teil dieses französischsprachigen Chanson Canons.

00:18:11: sind diese Chansons auch eine Möglichkeit der Integration um in Frankreich ja dazu zu gehören?

00:18:18: Ja, und da muss man das natürlich viel weiter fassen als es nur in Belgien.

00:18:21: Also bei den Belgern muss man so ein bisschen aufpassen... also man macht seinen Fragen ganz lustig über Belgien und Prell hat am Anfang von seiner Karriere an den Leuten auch einiges geboten, dass sie sich über ihn lustig machen konnten.

00:18:31: Also ist er aufgetreten mit einer Klampe in der Hand, hat eine so sackartige Gebände an, da hat sich schlecht bewegt, hat schlecht gesungen, hatte einen hinterweltlauschenden Akzent.

00:18:41: Da amüsieren sich die Franzosen wirklich ganz gern drüber.

00:18:44: Er hat dann umgestellt und einen schwierigen Start von der Karriere, dann doch halt wirklich einer von den ganz großen Stars geworden.

00:18:52: aber für Belgier in Frankreich das ist sehr relativ einfach da in die Indikation reinzukommen.

00:18:57: Die haben es auch mit anderen Leuten geschafft.

00:18:59: also wenn man sich jetzt heute die Musik anguckt er wird doch sehr viel Musik von Leuten aus Einwanderer-Familien kommen gemacht.

00:19:07: Bandpeite ist dabei auch sehr groß.

00:19:08: Also es gab ja in den zwanzigertreißige Jahren Als aus Italien in viele Leute von Mussolini fliehen mussten, gab es eine Menge an Einwanderern.

00:19:17: Yves Morton ist eigentlich vom Geburtstag auf Italiener.

00:19:20: Serge Regigny ist von Geburttag auf Italierner und das zieht sie bis heute so durch.

00:19:24: Also Carla Brunny die vor ein paar Jahren großen Erfolg hatte... ...die Frau von Nicolas Sarkozy dem ehemaligen Staatspräsidenten ist auch eine Italienerin.

00:19:34: also der spielt schon sehr viel rein mit Leuten, die einfach nicht in Frankreich geboren sind aber die in Frankaich aufgenommen wurden.

00:19:41: Er ist aus einer Wur, ne?

00:19:42: Aus Armenien.

00:19:43: Also eine Wur aus Armenien oder das Herrschgansbauer aus Russland.

00:19:46: also das sind wirklich sehr viele Leute.

00:19:54: Für partira

00:20:11: la guerre avant mercredis soir Monsieur le Président, je ne veux pas l'affaire.

00:20:23: Je ne suis pas sur terre pour tuer des

00:20:27: pauvres gens.

00:20:31: Boris Vion, der Disserteur ist unser drittes Lied.

00:20:35: Boris Vions macht aus einem Lied eine politische Intervention kann man sagen.

00:20:40: es geht um Kriegsdienstverweigerung.

00:20:42: Herr Sator ist es typisch französisch dass Chanson und Republik so eng miteinander verwoben sind?

00:20:50: Ja, das kam von Zeit zu Zeit vor.

00:20:52: Damals war es heute eine besondere Zeit, also deserbteuer als von ... ... der Zweite Weltkrieg ist gerade ein paar Jahre zurück und das ist so die Zeit in der Frankreich halt seine Kolonial Kriegere führt.

00:21:04: Also damals in Indochina Da stehen französische Tropen und Fremden-Legionen vor der Schlacht um Tien Bien Pu, die Stadt.

00:21:12: In Nordafrika wird der Algiering Krieg seinen Schatten voraus.

00:21:16: Frankreich ist schon sehr militärisch aufgestellt zu dem Zeitpunkt.

00:21:22: Und dann kommt halt Boris Dion ein Schrittsteller... Musiker auch, der in Paris bekannt ist aber jetzt auch nicht in Frankreich eine Berühmtheit ist und im Ausland schon gar nicht.

00:21:33: Der kommt halt mit diesem Liter her für den Disserteur und er fordert zum Dessertieren auf und sagt hier... Ich schreibe einen Brief an Präsidenten, Monsieur le Président, je vous fairez une lettre.

00:21:44: Ich habe eben so meine Musterungspapiere erhalten um Krieg zu ziehen.

00:21:48: Aber Herr Präsident ich will das nicht!

00:21:50: Ich bin nicht auf der Erde, um arme Menschen zu töten.

00:21:53: Ich will sie nicht verärgern.

00:21:55: Ich muss Ihnen sagen, meine Entscheidung ist getroffen.

00:21:59: zu rechtern als Appell zur Deception verstanden.

00:22:04: Der Innenminister damals ist François Mitterrand, der dann später Staatspräsident werden wird und er verbietet das Lied.

00:22:11: Das Lied kommt auf den Index.

00:22:13: Die Orfe sucht ein paar Leute zu finden die dieses Strain singen werden hat auch ziemlich Mühe da jemandem zu finden.

00:22:21: Dann gibt es einen Chancenier Marcel Moulogy, der macht das.

00:22:25: Er sagt aber stopp, stopp.

00:22:26: ich bin mit deinem Ende überhaupt nicht einverstanden weil Lied im Original merkwürdig endet für ein pacifistisches Lied, nämlich da ist das Ende.

00:22:35: Herr Präsident wenn Sie mich verfolgen dann lassen sie ja auch schon Damen wissen dass ich Waffentrage und dass sich schießen kann.

00:22:41: also ist halt einfach die Drohung, dass er schießen wird und sagt der Modulier, der Sänger, ne geht gar nicht.

00:22:46: Könne ich ein pacifistisches Lied machen?

00:22:48: Und das dann so enden lassen... ...und dann bekommt das Lied halt das Ende, das es jetzt heute hat.

00:22:53: Herr Präsident!

00:22:54: Lassen Sie Ihre Schandarmen wissen, dass sich keine Waffen dabei habe und dass sie schießen können.

00:22:58: Kommt dann mit der der fünftige Jahre raus und geht aber ziemlich unter.

00:23:02: also Es ist kein großer Erfolg.

00:23:05: Jean stirbt dann auch relativ früh und das Lied wird dann so richtig bekannt eigentlich erst zehn Jahre später, nämlich als Vietnamkrieg ist.

00:23:14: Und ein US-Trio Peter Paul & Mary der englische Fassung veröffentlicht und dann interessiert sich plötzlich die ganze Welt für dieses Lied und es wird eines der ganz bekannten pacifistischen Lieder.

00:23:26: in Italien ist es die Settore.

00:23:30: Es gibt eine deutsche Version beispielsweise von Wolf Biermann Esparanto, ganz viele Fassung.

00:23:37: Und als Putin in den Jahren die Ukraine überfällt, kommt dann auch eine Version in Russisch heraus.

00:23:44: Also es ist ein passivistisches Lied das wirklich auch zum internationalen Kulturgut mittlerweile gehört.

00:23:51: Das Lied, Sie haben das gesagt, hat damals einen Skandal ausgelöst?

00:23:54: Wäre das heute noch denkbar dass Chanson einen politischen Skandalauslösen oder erträgt?

00:24:02: Die Politik erträgt die Gesellschaft heute im Grunde alles.

00:24:07: Die Gesellschaft ertregt wahrscheinlich nicht alles, aber dass in Frankreich ein Lied wegen des Textes verboten wird.

00:24:12: Nee das sind wir weit von entfernt.

00:24:13: also da ist die Meinungsfreiheit in Frankrich doch sehr geschützt.

00:24:17: und nee das würde auch nicht passieren.

00:24:30: Von Göttingen,

00:24:31: von Götgingen Paris besingt

00:24:33: man immer

00:24:34: wieder.

00:24:35: Von Göttingen gibt's keine Lieder Und dabei blüht auch doch die Liebe In Götlingen, in Götningen

00:24:44: Mir scheint

00:24:45: wir sind weit

00:24:46: schlechter kennen Im Punto Frankreichs große Männer Als Herrmann Helga Fritz

00:24:52: und Franz In Götingen.

00:25:08: Das Chanson Göttingen von Barbara Extrem bekannt in Frankreich und Deutschland.

00:25:16: Herr Sator, wie schafft Barbara es aus einer deutschen Universitätsstadt ein Symbol der Versöhnung

00:25:22: zu machen?

00:25:23: Ich finde es eigentlich ganz lustig, dass sie die deutsche Version jetzt gespielt haben.

00:25:27: Also man sieht wie sie zum Teil mit den Wörtern kämpft.

00:25:32: Ich würde ihn da so ein bisschen widersprechen wollen.

00:25:34: ich weiß nicht ob das in Deutschland so bekannt ist.

00:25:36: Das Lied immer noch in Frankreich Ist wirklich so ein Klassiker kann man tatsächlich sagen.

00:25:43: Es wird finde ich aber so ein bischen viel Rein interpretiert, so Hymne der deutsch-französischen Freundschaft sagen Leute ja oft.

00:25:54: Ich finde, das ist ganz gut gemeint.

00:25:55: Aber das ist halt nur zu einem kleinen Teil war in Frankreich.

00:25:59: Ich kenne es tatsächlich noch viele.

00:26:01: aber in Deutschland ist dieses Lied eigentlich doch sehr in Vergessenheit geraten was schade ist weil weil's nun wirklich ein Lied ist dass der Schreiben des jahrelosten hat dann doch für die Aushöhungen steht zwischen diesen beiden Ländern.

00:26:15: Barbara selbst des Jüdien de Gaulle und Ardenauer haben das Jahr zuvor gerade den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag geschlossen und das gemeinsame Jugendwerk gegründet.

00:26:26: Aber wenn man ehrlich ist, die Ressentiments, wenn Deutsche nach Frankreich kommen in dem Jahr oder in dieser Zeit sind halt noch sehr groß.

00:26:35: Barbara wollte eigentlich auch nie in Deutschland auftreten.

00:26:38: Sie selbst ist Jüdin auch, ist damals in Frankreich schon bekannt hat sich vor allen Dingen mit Chanson von Braille und von Présence im Namen gemacht.

00:26:47: Sie singt da eigentlich jede Nacht in einem kleinen Theater in Paris der damalige Intendant vom Jungtheater in Göttingen auf sehr aufmerksam Hans Gunther Klein und da redet so lange auf sie ein, bis er dann letztlich seine Einladung annimmt.

00:27:01: Und dann noch Götthing gefährt... Juli.

00:27:05: Und ihr ist da schon einigermaßen mulmig zum Mute, schreibt in ihren Normalen später allein und bereits wütend über meine Zusage in Deutschland zu singen.

00:27:17: Dann kommt es ins Theater auf der Bühne.

00:27:19: Da drohen kein eleganter Flügel sondern so einen Monstrum an Klavier.

00:27:23: Sie hat überhaupt keine Lust mehr und sagt nee, das spiele ich nicht!

00:27:26: Dann ist er intendant dann doch noch in der Lage von woanders einen Flügel zu besorgen.

00:27:31: Zehn Studenten buchten dann den Flügel der gemeinsam auf die Bühne.

00:27:35: Und dann ist Barbara doch gerührt und merkt, wie die Leute sich um sie kümmern.

00:27:40: das Konzert beginnt mit zwei Stunden Verspätung und sie wird halt enthusiastisch gefeiert und schreibt denn hinterher es war ein wunderbarer Abend bleibt ein bisschen länger in der Stadt spaziert ein bisschen rum und lernt dann halt Göttingen kennen ist im Garten von den Brüdern Krimm und schreib da ihr Lied Göttingen dass dann in Frankreich erfolgreich wird Und mit dem sie dann ein paar Jahre später auch noch Göttingen zurückkehrt und dann halt so einen ganz anders Konzert macht.

00:28:08: Also ausverkaufte Stadthalle, kein kleines Theater mehr sondern aus verkaufte Stadthaale.

00:28:12: in Frankreich wird es live übertragen die Leute sind nicht nur im Beck.

00:28:16: am Schluss unter Juli will überhaupt keinen Ende nehmen und das ist ein

00:28:19: Lied dass

00:28:20: in Frankreis zumindest dann doch sehr viel für der Auslöhung getan hat.

00:28:24: ich habe es ein bisschen.

00:28:25: meine Zweifel ob in Deutschland wirklich soviel geholfen hat wie die Politik erzählt aber ist eine schöne Geschichte auf jeden Fall.

00:28:32: Wenn Sie da Ihre Zweifel haben, dann schließt sich die Frage an.

00:28:36: Können denn kulturelle Gesten aus Ihrer Sicht manchmal mehr bewirken als Diplomatie?

00:28:42: Auf jeden Fall kommen sie halt mit so kulturellen Gesten wie sie sagen oder mit Chausson.

00:28:47: Sie kommen wirklich an die Leute ran und es ist... Ja schon so, dass ein Lied halt viel mehr bewegt.

00:28:53: Das ist ein politisches Essay oder ein Geschichtsbuch und auch oft Reden von Politikern.

00:29:01: Und sie treffen die Leute halt manchmal ins Herz mit Jean-Saint.

00:29:05: Es ist eigentlich nicht so die schlechteste

00:29:07: Wirkungsmöglichkeit.".

00:29:08: Ist Göttingen eher privat oder politisch dieses Lied?

00:29:13: Für Barbara ist es privat, weil das halt einfach so die ihre Geschichte ist.

00:29:17: Also Jüdien kommt mit der der sechzehige Jahre nach Deutschland sehr skeptisch wird superfreundlich dann letztlich aufgenommen sagt er am Schluss halt dass sie die Leute in Göttingen genauso liebt wie diese Leute in Paris liebt.

00:29:31: von daher ist es ja sehr persönlich und privat.

00:29:35: Dann kann man halt wie sie sagen, wenn wir wählen eine politische Geste auch daraus ableiten.

00:29:40: Ich bin mir nicht so ganz sicher ob das wirklich tatsächlich trägt.

00:29:43: also ich glaube der Zustand von der deutsch-französischen Partnerschaft im Moment ist jetzt nicht

00:29:48: so doll.

00:30:38: Jean-Jacques Goldman, commentois.

00:30:42: Jean Jacques Goldman gilt als einer der beliebtesten Franzosen überhaupt.

00:30:46: er erreicht in Umfragen seit Jahrzehnten kann man sagen immer den ersten oder zweiten Platz hat unglaublich viele CDs veröffentlicht für sich geschrieben aber auch für andere Künstler.

00:30:58: Herr Sator warum haben sie dieses Chanson ausgesucht?

00:31:02: Also Goldmann ist total erstaunlich.

00:31:06: Denn in Frankreich kennt man wirklich jeder, im Ausland ist es eine kleine Nummer.

00:31:11: Im Ausland hat der einmal mit dem Lied Aisha das Original von Calette einer Magier hier gesungen wird, das ist dann von der englischen Band bzw.

00:31:22: von der dänischen Band übernommen worden.

00:31:24: damit hat er internationalen Erfolg.

00:31:26: aber in Frankreich hatte der eine Phase wo er wirklich Mitte der achtziger bis in die neunzige Jahre hinein wirklich jedes Lied das da rausgebracht hat ist ein Hit geworden.

00:31:36: es sehr sehr bekannt und wie sie zurecht ja gesagt haben dass wer zu alle jahre wieder wird in einer großen Umfrage ermittelt welche Frau oder welchen Mann die Franzosen am meisten schätzen Ewigkeiten jetzt mittlerweile auf Platz eins.

00:31:49: Was erstaunlich ist, weil der jetzt seit vierundzwanzig Jahren kein neues Album mehr rausgebracht hat die Öffentlichkeit eigentlich ziemlich konsequent meidet in den letzten Jahren und trotzdem halt immer noch enorm populär es.

00:32:01: das ist jemand der Schwöring beginn hatte.

00:32:06: Jean-Jacques Gouldmann ist ein Kind von einem jüdischen Ehepaar.

00:32:10: Der Vater kommt aus Polen, die Mutter kommt aus München.

00:32:14: Die beiden waren in der Résistance unterwegs und dann schnell die französische Staatsberge schafft bekommen.

00:32:21: Man sieht es ja am Vornamen also Französischer als Jean Jacques Geht eigentlich kaum, also da sieht man wie sehr er sich die um Assimilierung bemüht haben.

00:32:31: Jean-Jacques Goldman hat dann anfangs im Sportartikelgeschäft seines Vaters gearbeitet und hat Musik nebenher gemacht.

00:32:37: Der Anfang war auch ziemlich schwierig Und dann ist er aber in den achtzehn Jahren total durchgestartet und hat wie gesagt Hit auf Hit dann eigentlich gehabt.

00:32:47: Mitte der achtziger Jahre hat er dann dieses Cometoir geschrieben, was so musikalisch als bestimmt nicht sein bestes Lied ist.

00:32:54: Also es ist ein bisschen sehr zuckersüß aber es ist halt ein Lied über ein jüdisches Mädchen das den Holocaust nicht überlebt hat.

00:33:04: Cometoire sowie du ist halt praktisch die Geschichte, die an seine damals achtjährige Tochter schreibt und vergleicht halt dieses jüdische Mädchen.

00:33:15: Jetzt hat der Tochter und die Idee, die ist denn damals gekommen also in einem Familienalbum geblättert hat.

00:33:20: Wo halt neben ganz vielen Fotos gestanden hat deportiert.

00:33:25: und dann schreibt er halt diesen Text aber richtet von einem kleinen Mädchen das Mozart liebt und Schumann Freundin hat Ruth und Anna, vielleicht eines Tages heiraten wird.

00:33:36: Vielleicht ein Warschau?

00:33:38: Und dann heißt es Elsa Pelle Sarasis.

00:33:42: Sie war noch keine acht Jahre alt.

00:33:44: die Wörter Juden oder Nazis oder Holocaust kommen überhaupt nicht vor aber man versteht das auch so.

00:33:50: Es ist ein Text der in den französischen Zeitungen damals breit gedruckt wurde also die Französische Bravo Salü hieß sie.

00:33:58: Die hat den Text vollständig getrocknet Und die Single hat sich, weiß ich nicht, glaubt, sechshunderttausendmal verkauft.

00:34:06: Das war schon echt ein Lied das halt ganz viel für den Umgang mit Geschichte getan hat!

00:34:54: und Jean-Jacques Goldman.

00:34:57: Er hat dann eine Reihe sehr politischer Lieder geschrieben gegen Hass, gegen Einwanderer, Labar.

00:35:03: Er hatte ein Lied gegen Jean-Marie Le Penne geschrieben, en vo le moi.

00:35:07: Er hatten Lied geschrieben wegen Vereinsamung, la vie par procuration.

00:35:12: Er war auch einer der ersten die bei der Antiracismusbewegungen SOS Rassisme dabei waren in den Achtzigerjahren, er war bei der Gründung der Suppenküchen Restor du Cœur.

00:35:23: Er ist halt schon jemand, der sich sehr engagiert.

00:35:26: Und ich glaube daher kommt es auch, dass er wirklich in diesen Beliebtheits-Listen oder bei den Umfragen wer denn der beliebteste Franzose ist, immer noch sehr weit vorne steht und daran wird sich auch in der nächsten Zeit nichts ändern.

00:35:38: Man könnte sagen unprätenziös zurückhaltend für die Franzosen extrem vertrauenswürdig?

00:35:44: Genau!

00:35:45: Es gibt eine ganze Generation, die nennt man halt Generation Goldman.

00:35:51: Wie gesagt, er hat jetzt seit fünfundzwanzig Jahren keine neue Platte mehr rausgebracht.

00:35:55: Die Leute hoffen darauf dass irgendwie noch ein Spätwerk kommt aber Goldman ist in der Zwischenzeit auch Renten.

00:36:00: also nicht sicher ob da tatsächlich noch eine neue Platta auskommen wird Aber die Lieder von ihm laufen halt in den Radius immer noch jeden Tag.

00:36:10: Es gibt so ne ganze Reihe von Coverbands, Goldman oder Goldmania die durchs Land tourn.

00:36:15: es gibt so alle paar Jahre dann mal wieder Sampler Also die Straß von heute, dann alte Goldmann-Lieder einspielen.

00:36:23: Das ist wirklich ein super bekannter Name immer noch in Frankreich und in Deutschland kennt ihn ehrlicherweise kein Mensch.

00:36:30: Darüber müssen wir vielleicht nochmal sprechen wenn Sie sagen.

00:36:32: In Deutschland kennt den ehrlicherweise keinen Menschen.

00:36:34: also Sie haben ja gesagt Vater stammt ursprünglich aus Polen Mutter Ruth Ambrun heißt sie oder hieß sie ist ja verstorben in München geboren Und er hat ja auch in seinen Liedern Deutschland durchaus thematisierten, mit Nee und Disset erleiden statt zum Beispiel.

00:36:49: Da gibt es also eine deutsch-französische Verbindung... Ich hab mal versucht zu recherchieren ob Jean-Jacques Goldmann Konzerte gegeben hat in Deutschland?

00:36:55: Ja harte.

00:36:56: offenbar zwei Konzerte konnte ich finden eins in München irgendwann mittel der Achtziger und eins in Berlin glaube ich muss aber alles sehr klein gewesen sein.

00:37:05: Haben Sie dafür eine Erklärung, warum dieser Mega-Star in Frankreich der sich ja dann auch wirklich mit der deutschen Geschichte dann auseinandergesetzt hat?

00:37:14: Warum der in Deutschland irgendwie nicht rezipiert worden ist.

00:37:18: Also ich weiß ehrlicherweise nicht ob es Jean-Jacques man selber versucht hat also ob er da so ein großes Interesse daran hatte in Deutschland zu spielen.

00:37:25: Also die französische Musik im Ausland tut sich halt doch sehr sehr schwer.

00:37:28: Es gibt halt so eine sprachliche Barriere die viel verhindert wenn die Leute in Texten nicht verstehen und Ich bin mir sicher, dass ganz viele Leute die Texte nicht verstehen.

00:37:38: Das tut den französischen Chanson halt doch ziemlich abbruch weil sie oft sehr sehr textlastig und auch textbasiert sind und das einfach auch oft sehr viel Spaß macht auf franzisische Texte zu hören.

00:37:48: aber man muss halt franziösisch können.

00:37:50: dazu bei Jean-Jacques Goldmann muss man ehrlicherweise dazu sagen so die ersten Jahre von ihm das war schon so Mainstream Pop kann man sagen ja hätte er auch in Deutschland Erfolg haben können Da war der aber jetzt nicht so regend und das war auch nicht besonders originell, was er da an die dann gemacht hat.

00:38:08: Der ist dann später besser geworden musikalisch auch.

00:38:11: Aber es gab doch über Jahre hinweg immer eine gewisse Make-A-Lie, dass er halt so Commerzpop macht und dass das musikalische jetzt nicht das Allerbeste ist, was man machen kann.

00:38:22: Das hat sich gelegt in der Zwischenzeit, aber all das könnten Gründe sein, warum er das im Ausland nicht so richtig geschafft

00:38:37: hat.

00:38:42: Die

00:38:45: Feuer-Morte von Yves.

00:39:07: Monton.

00:39:09: Frankreich liebt die melancholische Rückschau ganz offensichtlich.

00:39:13: Herr Sator, warum haben Sie dieses Lied ausgesucht für Ihre einhunderttaaliste?

00:39:19: Also man muss mal grundsätzlich sagen zur Auswahl der Lieder Das sind jetzt keinesfalls die hundert besten Lieder, die es aus Frankreich gibt.

00:39:28: Sondern das sind einfach halt sehr bekannte Lieder zu großen Teilen.

00:39:32: und dann kommen meine eigenen Vorlieben noch dazu.

00:39:35: Es sind aber vor allen Dingen halt auch immer Lieder so ein bisschen zu denen sich Geschichten erzählen lassen.

00:39:39: also das wäre ja langweilig wenn ich ihnen jetzt einen Buch mache.

00:39:43: dieses Lied ist dann und dann rausgekommen und das hat sie so und so oft verkauft und da hat's auf diesen Nontienenplatz der französischen Hitparaden geschafft.

00:39:51: sondern jedes Buch war ja eigentlich immer, dass man... Was zu Liedern erzählt, dass man Lieder bringt, die eine Geschichte haben an denen man so ein bisschen erzählen erklären kann wie Frankreich funktioniert.

00:40:02: Wie die Franzosen ticken, wie französische Musik dann auch funktioniert.

00:40:07: Da gehört der Le Fœil Morte wieder einen Klassiker im franzöischen Chanson.

00:40:13: Der gehört es natürlich unbedingt dazu.

00:40:16: Allein schon wegen des Textes, aber man kann jetzt nicht ein Lied... Man kann nicht ein Buch schreien über ohne Französisch Lieder, ohne das Le Fueil Morté dabei ist.

00:40:23: Es wird jeder Franzose, wenn sie nach den zehn schönsten Liedern fragen und die Umfragen gibt es ja auch immer regelmäßig.

00:40:30: Da ist Le Feuillemorte auf jeden Fall immer dabei!

00:40:34: Ist eigentlich eine sehr interessante Geschichte weil Yves Morton zu dem Lied gekommen ist, weil ein anderer nicht wollte.

00:40:40: also das war ursprünglich das Lied für'n Film Ein Film von Marcel Carné, bekanntester Film von dem Kinder des Olymp.

00:40:47: Der hat dann einen anderen Film gemacht durch die Fronten der Nacht de Porto de la Nuit.

00:40:52: Da sollte eigentlich Jean Gambar zusammen mit Marlene Dietrich spielen.

00:40:56: Die beiden waren auch im Leben ein paar.

00:41:00: Dann hat Jacques Privére, der Dichter den Text zu dem Lied geschrieben.

00:41:05: Joseph Cousmar hat die Musik dazu gemacht Und dann ging es aber auseinander zwischen Marlene Dietrich, die wollten... Keine Filme mehr drehen, nachdem sie im echten Leben getrennt waren.

00:41:16: Dann ist man auf zwei Nachwuchsschauspieler gekommen.

00:41:19: Die Frau die Rolle von Marlene Dietrich hat Nathalie Natel übernommen.

00:41:24: Da muss man sich überhaupt nicht merken kennt keine.

00:41:25: mir heute aber der Nachwuchs Schauspieler das war ein Yves Morton Der damals in Marseille so eine lokalgröße war hochgegangen ist nach Paris damals als jugendlicher Liebhaber Von Edith Piaf am ersten bekannt war Aber jetzt nicht als Sänger oder Schauspieler schon groß in Erscheinen getreten ist.

00:41:44: Der Film ist dann auch ziemlich geflobbt, Kritiken waren schlecht, so eine Fachzeitschrift hat geschrieben Monton aus einem rechten Platz wenn er tanzt, wenn er trellert oder wenn er schweigt.

00:41:55: Also, das Lied hat im Film eigentlich kaum jemand wahrgenommen.

00:41:57: Das ist da auch nur mit Muttermonika zu hören.

00:42:00: Monton summt dann so ein bisschen mit.

00:42:02: Hat es dann aber später in seine Chanson-Abende aufgenommen und das später dann auch im Studio aufgenommen.

00:42:10: Und dann ist es halt wirklich sehr schnell so einem der ganz großen Klassiker des Chansons geworden.

00:42:15: Den Anfang die ersten Zeilen, die kennt den Frankreich eigentlich so gut wie jeder... Das ist ein Lied über eine Liebe, die halt zu Ende geht.

00:42:28: Im Grunde eine sehr banale Geschichte.

00:42:30: Le Föhe morte der Baum, der seine Blätter verliert steht halt für viele Paare, deren Liebe dann von der Zeit eingeholt wird.

00:42:39: Aber ist ein Lied, das in Frankreich wirklich sehr sehr geläufig ist heute noch.

00:42:43: Und es sind auch eine dieser französischen Songs die sich dann halt wirklich international geschafft haben heißt auf Englisch Autumn Leaves und ist so ein ganz ganz großer Jazz Classiker geworden gesungen von Nat King Cole und Frank Sinatra Barbara Streisand usw.

00:43:30: Aya Nakamura mit Jaja, ein Riesenhit der Französin.

00:43:35: Mit malischen Wurzeln.

00:43:36: nicht nur in Frankreich sondern auch im Ausland stürmt das Lied die Charts global postkolonial modern und sehr selbstbewusst.

00:43:46: klingt das aber Herr Sator?

00:43:48: ist das überhaupt noch chanson?

00:43:50: Ich glaube auf jeden Fall, also warum sollte man da eine Trennlinie ziehen und sagen Chausson ist bis zu den Eiffel-Montants und Serge Gaspour.

00:44:00: Und was später kommt, das ist kein Chaussons mehr?

00:44:03: Nee natürlich ist es ein Chaussond!

00:44:06: Dieser Einfluss von Einwanderern und Einwanderekennen ist halt einfach jetzt in den letzten Jahren auch noch mal enorm gewachsen, also eher in der Kamura... ist nun wirklich weltweit im Moment die bekannteste französische Sängerin, wird milliardenfach geklickt gestreamt.

00:44:25: Ist bei der Eröffnungsheuer von den olympischen Spielen in Paris aufgetreten hat er einen mega Erfolg gehabt und ist nun echt weltweit prominent.

00:44:33: das ist auf jeden Fall ein Chanson und es ist halt eine andere Art von Musik als die alten die klassischen chansons aber ist enorm erfolgreich wird enorm gehört.

00:44:43: Ist in Frankreich Aya Nakamura so ein bisschen die Hassfigur von der französischen Rechten, dieser Auftritt bei den lönbischen Spielen, bei der Öffnungsfeier ist Aya Nakamura dann auf einer Szenebrücke an der Akademie Francaise aufgetreten.

00:45:01: dazu hat gespielt eine französcher Militärband.

00:45:05: das hat die extreme Rechte enorm geärgert.

00:45:08: dass jetzt ja da so ne Bühne überreitet wird Es ist ganz böse geschimpft worden.

00:45:13: Das scheint der für die Nationen eine Afrikanisierung des französischen Chansons.

00:45:18: Marie Le Pen hat sich da auch ziemlich übel hervorgetan, aber die ist enorm erfolgreich und populär in

00:45:25: Frankreich.".

00:45:26: Aber das war tatsächlich vor allem dann eine politische Debatte auf der extremen rechten Seite oder?

00:45:31: Also in der franzisischen Gesellschaft ist dieser Auftritt doch so weit ich mich da erinnern kann, doch extrem gut angekommen.

00:45:39: Der Auftritt ist dann enorm gut angekommen, aber es gab zuvor halte massive Kritik und es gab auch ganz viele Forderungen, dass sie da bitte schön nicht auftreten sollte.

00:45:47: Die Rechte ist dann relativ schnell still geworden als das so viel Applaus für diesen Auftritt gab.

00:45:54: Il parle tous comme des animaux.

00:45:56: De d'autres les chans se parlent mal de mille dix huit.

00:45:59: Je sais pas ce qu'il faut Mais je suis plus qu'un animal.

00:46:03: J'ai vu que le rap est à la mode Et qu'ils mangent mieux quand il est sale.

00:46:07: Bah faudrait peut-être casser les codes.

00:46:10: Une fille qui l'ouvre, ça serait normal.

00:46:13: Bah ence ton quoi?

00:46:17: Même si

00:46:17: tu

00:46:18: parles mal des filles Je sais qu'au fond t'as compris.

00:46:21: Bah once ton quo Un jour peut être sa changera.

00:46:32: Herr Sator, da sind wir jetzt wieder beim Thema gesellschaftlicher Wandel oder?

00:46:37: Ja, in der Tat.

00:46:38: Das ist eine Lied, das eigentlich ohne die Mitu Bewegung überhaupt nicht vorstellbar ist.

00:46:44: Man muss vielleicht ein Titel mal erklären dieses Balancé, das heißt verpfeifen.

00:46:49: Es ist eine Bewegung, die dann relativ schnell nach Beginn der Mitu-Bewegung in den USA aufgekommen ist.

00:46:57: es gab so einen Webseiten Hashtag Balancetompeur verpieft deinen Schwein.

00:47:03: Da ging's darum dass Frauen Männer anzeigen sollten, auch mit Namen nennen, weil diese sexuell belästigt haben.

00:47:11: Es ist ein Hashtag der dann sehr erfolgreich war, binnen weniger Tage haben da Zehntausende Französien halt von ihren Erfahrungen berichtet.

00:47:20: Dann ging gleich eine Debatte los ob man Männer an den Pranger stellen darf, auch wenn noch nichts bewiesen ist.

00:47:26: War ne große Debatte in Frankreich und dann hat Angelene Bergerin jetzt auch wieder daraus ihr Lied gemacht Verpfeift ein Dings, hast du es dann?

00:47:35: Also nicht verpfeiftein Schwein.

00:47:37: Sondern was anderes und Angel hat das damit erläutert dass Sexismus halt nicht immer nur offensichtlich daherkomme sondern auch die Fuß- und unterschwellig sein können.

00:47:47: Blick eine blöde Bemerkung Kommentar über's aussehen oder einen Witz auf Kosten der Frau zählt in ihrem Lied ein paar Sprüche auf diese zu hören bekommt dann immer wieder für ein schönes Mädchen bist Du gar nicht so doof oder für ein lustiges Mädchen Bist Du Gar Nicht So hässlich.

00:48:00: Das ist der Hintergrund von dem Lied

00:48:02: Also sozusagen die Fortsetzung von Le Déserteur in der Gegenwart.

00:48:07: Ja, auf einer ganz anderen Grundlage natürlich.

00:48:10: Das eine ist ein pacifistisches Lied das andere ist nur ein Lied dass sich halt mit sexueller Gewalt dann beschäftigt.

00:48:16: aber in der Tat halten die das sich um gesellschaftliches Problem antrete klar.

00:48:20: Allerletzte Frage für diesen Podcast.

00:48:23: wir sind jetzt ja schon in der gegenwahrt mit Angel.

00:48:25: Aber gibt es noch ein anderes Lied aus ihren hundert Chansons?

00:48:28: Die sie da zusammen gesucht und gesammelt haben, dass aus ihrer Sicht jetzt Frankreich im Jahr.

00:48:36: Ich weiß nicht, ob es Frankreich immer dann erklären muss.

00:48:38: Aber es gibt eine Sängerin, die im Moment super, super erfolgreich ist.

00:48:43: Saude Sagaison, junge Frau Mitte zwanzig von der Atlantik-Kürste.

00:48:47: Die schafft es eigentlich diesen französischen Chanson mit moderne Musik an sich total klasse zu vereinen.

00:48:53: Also sie kriegt das hin dass ihr irgendwie in einer kleinen Bude auftritt und den Chanson abend macht.

00:48:59: aber die kriegt auch Stadien voll mit Techno-Musik.

00:49:03: Ist im Moment auch der Bayetenerzen ein bisschen bekannter zu werden.

00:49:07: Das ist eigentlich die Frau, die in Frankreich im Moment was die Musik angeht und den größten Erfolg hat.

00:49:12: bislang nur eine Platte herausgebracht, das Symphonie des Erklärer, der Symphoniede der Blitze.

00:49:18: aber wenn man da eine Möglichkeit hat sich die mal anzugucken im Konzert die tritt manchmal auch in der Tat in Deutschland jetzt in der Zwischenzeit auf um mit dem Team gehen also ganz konstruieren

00:49:41: Erfolge, einhundertvier von Franco-Fiel über das französische Chanson mit dem Buchautor und Journalisten Christophe Sator.

00:49:49: La Vie en Rose ist bei Kiwi erschienen kostet vierzehn Euro.

00:49:53: Wissenschaftliche Begleitung dieser Podcastreihe Landry Charrier.

00:49:57: Der Dank für Förderung und Unterstützung geht an die Gustave Stresemann Stiftung und den deutsch-französischen Bürgerfonds.

00:50:03: Mein Name ist Andreas Noll.

00:50:06: Il fait toujours beau dessus des nuages, mais moi si j'étais un oiseau J'irais danser sous l'orage et je traverserai Les nuages comme le fait la lumière.

00:50:20: J'écouterai sous la pluie là symphonie des éclairs Das war's.

Über diesen Podcast

Unsere Großeltern wollten noch leben wie Gott in Frankreich. Heute aber verliert der Mythos Frankreich an Glanz: Immer weniger Schüler lernen Französisch, und auch politisch wirkt das deutsch-französische Tandem müde. Dabei bleibt klar: Ohne Frankreich geht in Europa nichts – weder in Politik noch in Wirtschaft oder Kultur. Der Frankreich-Podcast fragt nach, was geblieben ist vom alten Mythos – und was Frankreich heute wirklich bewegt. Für alle, die verstehen wollen, wie unser Nachbar tickt.

von und mit Andreas Noll

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