Franko-viel - Der Frankreich-Podcast

#105 - Vom 0:7 bis Mbappé: Frankreich, Deutschland und der Fußball

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Coverfoto: _Früher Fußball als deutsch-französische Begegnung: Spieler aus Paris und Süddeutschland im Stade Buffalo in Montrouge, 4. Dezember 1932. Im Mittelpunkt steht der französische Nationaltorhüter Alexis Thépot. (Foto: Agence Rol / BnF - Wikimedia Commons)

Acht Sekunden. Dann liegt der Ball im Tor. Florian Wirtz trifft im März 2024 gegen Frankreich - das schnellste Tor der deutschen Länderspielgeschichte. Ein perfekter Einstieg in eine Fußballgeschichte, die viel weiter zurückreicht.

Denn am Anfang der deutsch-französischen Fußballgeschichte steht kein französischer Glanz, sondern ein 0:7 im Jahr 1898. Lange war das Verhältnis asymmetrisch: Frankreich war organisatorisch stark, Paris war Sitz der FIFA, aber auf dem Platz schaute man oft nach Deutschland.

Gast: Der Historiker Philipp Didion forscht aktuell an der Universität des Saarlandes über Fußball jenseits der Metropolen, über Stadien in Frankreich und Westdeutschland von den 1950er- bis in die 1980er-Jahre.

Kapitelmarken:

  • Acht Sekunden: Wirtz trifft gegen Frankreich
  • Warum Frankreich gegen Deutschland mehr ist als ein Fußballspiel
  • 1898: Ein 0:7 am Anfang der Geschichte
  • Frankreich, die FIFA und der späte Weg zur Fußballnation
  • Fußball und Politik in der Zwischenkriegszeit
  • Colombes 1952: Das heikle erste Spiel nach dem Krieg
  • Jugendspiele, Städtepartnerschaften und Versöhnung von unten
  • Der Sonderfall Saarland
  • Sevilla 1982: Der große "Erinnerungsort"
  • Stadien jenseits der Metropolen
  • Saint-Étienne, Lens und der andere französische Fußball
  • PSG und die Erfindung eines Hauptstadtclubs
  • Fns, Rivalitäten und grenzüberschreitende Freundschaften
  • Frankreich 1998: Black-Blanc-Beur und der Traum der Integration
  • Clairefontaine, Mbappé und Frankreich als Fußballmacht

Wissenschaftliche Begleitung: Landry Charrier

Diese Podcast-Ausgabe ist mit freundlicher Unterstützung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds und der Gustav-Stresemann-Stiftung in Bonn entstanden.

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Host: Andreas Noll


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Über diesen Podcast

Unsere Großeltern wollten noch leben wie Gott in Frankreich. Heute aber verliert der Mythos Frankreich an Glanz: Immer weniger Schüler lernen Französisch, und auch politisch wirkt das deutsch-französische Tandem müde. Dabei bleibt klar: Ohne Frankreich geht in Europa nichts – weder in Politik noch in Wirtschaft oder Kultur. Der Frankreich-Podcast fragt nach, was geblieben ist vom alten Mythos – und was Frankreich heute wirklich bewegt. Für alle, die verstehen wollen, wie unser Nachbar tickt.

von und mit Andreas Noll

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